Sonntag, 25. April 2010

Beginnt mit dem Aufstieg der Stadt auch ein bürgerliches Zeitalter?

Nein, im Mittelalter ging es darum, die Einschränkung, die die Menschen hinter sich hatten zu entfalten, zu unterbinden. Die Grundrechte wurden dabei nicht berücksichtigt. Andererseits, konnten die Städte politisch mitbestimmen. Der Beginn des "bürgerlichen Zeitalters" ist durch die Renaissance, die Französische und Industrielle Revolution und den Humanisten verursacht worden.
Aufbau einer mittelalterlichen Stadt

Anhand dieses Bildes, kann man gut den Aufbau erkennen.
1.) Rathaus

2.) Dom/ Münster

3.) Marktplatz

4.) Brunnen

5.) Zeughaus

6.) Stadtmauer

7.) Stadttor

8.) Friedhof

9.) Galgenberg

Man kann gut erkennen, dass Kirche/ Dom im Mittelpunkt stehen und von ihnen alle Häuser ausgehen. Die Kirche/ Klöster übernahmen die Ausbildung der Adligen. Es ist unteranderem auch gut zu erkennen, dass die Straßen, Gassen bogenförmig aufgebaut sind, dies schützt die Häuser vor dem Wind und starken Stürmen. Die Stadt im Mittelalter war praktisch und raffiniert aufgebaut, teilweise kann man noch verschiedene Ideen /Stiele der mittelalterlichen Stadt in den heutigen Städten erkennen.
Auch schon im Mittelalter, pflasterten sie ihre Straßen und Gassen, dies forderte den Handel und vereinfachte natürlich den Transport.
Lebensverhältnisse in einer mittelalterlichen Stadt

Wie auch heute, gab es schon im Mittelalter Reiche un Arme Gegenden. Dies konnte man sehr gut erkennen, da die reicheren Behausungen besser gebaut waren, im Gegensatz zu den kärglichen Behausungen der Armen. Da die Reichen Angst vor Aufruhr hatten, sicherten sie ihre Eingangstüren mit Ketten. Die Reichen hatte nicht nur Angst um ihr Hab und Gut, sondern auch vor den vielen Krankheiten, denn die Hygiene im Mittelaler ließ zu wünschen übrig.
Der Abfall wurde regelrecht aus dem Fenster geworfen und ebenso das Schmutzwasser der Toiletten.
Diese Hygieneumstände trieben Ratten an, da diese sich von Abfallresten ernähren. Daher hausten sie regelrecht im Überfluss in Stadten. Da Ratten ja als Krankheitsträger gelten, waren die Krankheiten schon vorprogramiert und diese verbreiteten sich rasch.
Viele Menschen, die in Städten wohnten, konnten aus Hygiene- und Krankheitsgründen nicht lange leben.

Samstag, 24. April 2010

Entwicklung - städtische Selbstverwaltung

Die Stadt wird durch den Stadtherrn verwaltet. Dieser setzte jedoch Burggraf, Vogt und weitere Beamte ein.
Sie sollten die Stadt im Namen des Stadtherrn verwalten. Die Stadtbewohner hatten keine politischen Rechte.

= 11 Jh.



Die Stadtbewohner hatten immer noch kein Wahlrecht, die Patrizier (reiche Einwohner) durften die Ratsherrn wählen. Die Ratsherrn wiederum durften den Bürgermeister aus ihren Reihen wählen.Bürgermeister und Ratsherrn erntschieden über Steuer, Verteidigung, Bolizei, Zoll, Gericht, Markt u.a. Die Stadt durfte sich nach einer Auseinandersetzung mit dem Stadtherrn selbst verwalten.

= 12 Jh.

Die einfachen Stadtbewohner durften immer noch nicht wählen, dafür die Patrizier und die Zunftmitglieder, da die Ämter ehrenamtlich, also ohne Bezahlung ausgeübt wurden, brauchte man ein gewisses Vermögen. Die Patrizier wählten wiederrum die Ratsherren aus ihren Reihen aus. Der Bürgermeister wurden dann wie im 12. Jh. von den Ratsherren gewählt. Die Selbstverwaltung wurde nach den Zunftkämpfen eingeführt.

= 14 Jh.


Die Entwicklung der städtischen Selbstverwaltung seit dem 11. Jh. war nicht in allen Städten gleich!







Stadtluft macht frei, ....


Wer als Höriger ein Jahr und ein Tag in der Stadt unentdeckt lebte, ohne vom Grundherrn zurückgefordert zu werden, war persönlich frei.



Deshalb das Sprichwort:



STADTLUFT MACHT FREI, LANDLUFT MACHT EIGEN!!!!!



.... aber nicht immer



Ohne Arbeit hatte man nur eine geringe Lebenschance in der Stadt.Eine ordentliche Arbeit gab es aber nur in den Zünften (Vereinigungen der Handwerker) oder in den Gilden (Vereinigungen der Kaufleute). Um in diese aufgenommen zu werden, musste man Beitrittsgeld bezahlen. Vollmitglied konne man nur als Handwerksmeister oder als Kaufmann werden. Als ungelernter Tagelöhner oder ein noch in Ausbildung befindlicher Lehrling oder auch als fertiger Handwerksgeselle, hatte man nicht das Recht, einen eigenen Hausstand mit Familie zu gründen. Man lebte bei einem Handwerksmeister oder bei einem Kaufmann. Ein volles Bürgerrecht hatte dieser Personenkreis ohnehin nicht. Dieses Bürgerrecht war zunächst nur den reichen Kaufleuten (Patriziern) und später auch den reichen Handwerksmeistern (Zünften) vorbehalten. Viel ehemaligen Landbewohner fristeten als Gesinde oder als Bettler ein armseliges dasein in er Stadt.



und dennoch....



Trotz der sehr eingeschränkten Gleichheit, war die Anziehungskraft der städtischen Freiheit enorm. Viele unfreie Landbewohner versuchten in der Stadt ihr Glück zu machen. Auf dem Land hatten sie als unfrei Geborene keine Chance, in der Stadt zumindest als persönlich nun freie Einwohner eine kleine!